Physikalischer vs. virtueller Log

Da bekomme ich die Tage eine Mail über mein GC-Profil, dass mein Log ja wohl ein wenig kurz ausgefallen sei. Zuerst dachte ich an eine Verwechslung, denn wenn man der Statistik glauben darf, liegt meine Durchschnittszahl der Wörter pro Log bei ca. 100 Wörtern. Finde ich jetzt bei einem Log nicht wirklich wenig, aber dann habe ich verstanden worum es ging…

Logeinträge

Nämlich nicht um einen Kurzlog online, sondern um einen Kurzlog im physikalischen Logbuch. Es ist denke ich selbsterklärend, dass wir hier nicht von einem Mikro-Cache reden. 😉

Natürlich gibt es in den Geocaches mit der Dosengröße Small (Klein) und größer. Hier findet man oft eine China-Kladde DIN A7 und größer. Natürlich kann ich hier meine erlebte Geschichte zu dem Cache schreiben. Bei einem normalen Tradi drücke ich meinen Stempel ins Logbuch und gut ist (Ja, ich bin ein böser Stempler :D). Bei einem Multi oder Ratehaken kommt auch schon mal der Satz „Danke für die tolle Runde“ bzw. „Danke für das schöne Rätsel“ mit hinzu. Die lange Geschichte kommt dann in ausführlicher Form in das Online-Log.

Mein sparsamer Log

Natürlich habe ich in der Vergangenheit schon Logbücher in der Hand gehabt, wo ganze Gedichte, Geschichten, etc. niedergeschrieben sind. Habe sie mir aber meist (zu 99%) nicht durchgelesen. Schon garnicht das komplette Logbuch durchgesehen. Ich lese mir lieber die Online-Logs durch, entweder im Vorfeld oder halt dann, wenn ich selber logge. Denn dort sind oft sehr kuriose und/oder witzige Einträge zu lesen.

Wie handhabt ihr das denn so? Ist diese „Beschwerde“ gerechtfertigt? Bin da irgendwie immer noch ein wenig Baff. 😉 Ich selber würde zwar durch die Logbücher blättern, mich aber lieber an den Online-Logs erfreuen.

Die Abbildungen zeigen ein Logbuch von einem Cache, den ich die Tage gehoben habe (hat nichts mit der „Beschwerde“ zu tun) . Ich hätte gerne noch ein Logbuch fotografiert, in dem ganze Geschichten stehen. Leider hatte ich so ein Logbuch lange nicht mehr in der Hand. Der einzige Cache der mir auf Anhieb einfällt, ist mir leider zu weit weg, um das Logbuch für diesen Artikel zu fotografieren.

Kommentar hinzufügen »10 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Vor ein paar Jahren war es völlig normal, dass man ein paar mehr Sätze im Logbuch hinterlässt. Da hieß es dann nicht entweder im Logbuch oder virtuell länger schreiben, sondern bei Beiden ein paar Sätze und nicht nur Floskeln hinterlassen. Das machte man schon aus Höflichkeit und aus Dank dem Owner gegenüber. Wenn der Cache einem nicht so gefallen hat, dann hat man das auch geschrieben.

    Das hat sich leider alles geändert. Die meisten Rennen zum Cache, Reisen die Dose auf, suchen nach TBs und Coins und hauen den Stempel rein. Abgehakt, der Owner hat seine Schuldigkeit getan, der Nächste bitte.

    Meist findet man ja keine Logbücher mehr vor, die überhaupt Platz bieten, etwas reinzuschreiben und wenn bleibt es doch beim stempeln.

    Mittlerweile wird sicher eher darüber aufgeregt, dass welche bei einer hingerotzten Dose den ach so teuren Logstreifen nicht optimal ausnutzen. Schließlich hat man sich ja schon beim legen wenig Mühe gegeben und wenig Zeit geopfert. Dann soll ja auch die Wartung gefälligst nicht Überhand nehmen, wo kommen wir denn da hin. Schließlich geht es um den schnellen Punkt, ist ja kein Spaß hier.

    Antworten

  2. Genau über das Thema haben wir uns heute gerade bei einem Cache unterhalten. Mehrheitlich herrscht die Meinung vor, daß Kurzlogs ohne prosaische Ausführungen im Logbuch absolut o.k. sind. Wichtig erscheint uns allerdings, daß abwechslungsreiche und ausführlichere Logs im Web dann folgen sollten. Richtig ärgerlich, insbesondere in Micrologbüchern erscheinen uns die Stempler, die gleich 3 Felder in Anspruch nehmen.
    An dieser Stelle noch eine andere Beobachtung. Während noch vor einigen Jahren fleißig getauscht wurde, scheint diese Ursprungssitte ganz außer Mode geraten zu sein.

    MfG
    Dieter/Asco&Wichtel

    Antworten

  3. Im Logbuch vor Ort fasse ich mich immer sehr kurz obwohl ich es selbst total toll finde wenn in den Büchern etwas mehr als Name und Datum steht und man nach dem Finden etwas zu lesen hat. Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum ich dann selbst nicht etwas mehr schreibe: das Problem dabei ist schlicht und ergreifend, dass ich eine so schlimme Handschrift habe, dass man das von mir vor Ort geschriebene aller Voraussicht nach eh nicht vernünftig lesen kann und ich somit die Logbuchverschandelung einfach von vornherein bleiben lasse! Ich warte ja eh auf den Tag, dass jemand mein Log löscht, weil man meinen Namen schon nicht vernünftig entziffern konnte!

    Gruß
    smoerf

    Antworten

  4. Mittlerweile überrascht es mich auch als Owner, das sowohl im realen Logbuch, als auch im virtuellen Log sehr wenige Buchstaben geschrieben werden. Das finde ich nicht nur schade, sondern auch unhöflich. Von Copy/Paste-Trends mal abgesehen…..
    Das stammt auch nicht ausschließlich von Iphone/Smartphone Cachern. Ich denke abgeschaut wurden sich die Kurzlogs von Schreibfaulen und den Stempel-Loggern.

    Antworten

    • Wie gesagt, online gibt es immer ein ausführliches Log. Nur ich sehe es nicht ein, physikalisch und virtuell Romane zu schreiben. Virtuell können es andere sofort und bevor sie den Cache besuchen, lesen. Ob ich nun nur meinen Nick ins Buch schreibe oder den Namen stempel, sehe ich keinen Unterschied. 🙂

      Antworten

  5. Hallo, inzwischen logge ich vor Ort fast immer nur noch mit Datum und Namen. Da ich selber Owner von einigen Caches bin, liebe ich es, wenn platzsparend geloggt wird:-)

    Antworten

  6. Sehe ich genauso wie Du.
    Ich bin auch ein böser Stempler und schreibe höchstens einen Satz dazu. Oft steht allerdings auch schon in den Listings das man platzsparend loggen soll.
    Online gibt´s bei mir immer individuelle und oft auch recht lustige Logs. Die sind so im Schnitt 55 Wörter lang. Waren aber auch schon 500 Wörter lang. Manchmal bekomme ich auch eine nette Mail von jemanden der sich darüber freut.
    Ich habe selbst einige Caches ausgelegt, und der Onlinelog der Finder interessiert mich schon sehr. In den Logbüchern stehen nur solche „Kurzlogs“ inkl. Stempel und Aufkleber. Das ist aber nicht schlimm.
    War das ein Anfänger der sich beschwert hat? Ich kenne jedenfalls niemanden der sich über so etwas aufregen würde.
    Happy Caching

    Antworten

    • Hi,
      nein es war kein Anfänger und auch nicht aus unserer Region. Das ich dort war, ist auch schon ein paar Wochen her. Naja, ändern kann ich es eh nicht. Wollte nur generell eine Meinung dazu hören. 😉 Weil ich sowas auch noch nirgends gehört /gelesen habe.

      Antworten

  7. Wenn ein „klassisches“ Logbuch im Cache liegt (leider immer seltener der Fall), schreibe ich meist schon mehrere Sätze, es sei denn, die Umstände lassen das nicht zu (starker Regen, potentielle Mugglegefahr usw.). Dass auf den Seiten vorher oft 10 Logs auf eine Seite passen, ist mir dann egal…

    Nach meinem Eindruck sind Kurzlogs vor Ort eher zum Standard geworden (aus meiner Sicht: leider!). Dazu trägt sicherlich auch die Tatsache bei, dass bald 50% der Caches Micros sind und oft auch in größeren Dosen ein Micro-Logstreifen liegt. Lerneffekt…

    Ich warte daher eigentlich eher auf den Tag, wo mir vorgeworfen wird, Platz im Logbuch verschwendet zu haben…

    Antworten

  8. Hallo,

    das sehe ich genauso. Im Logbuch in der Dose schreibe ich in der Regel auch nur Namen und Datum. Außer bei Multis oder Mysteries, die mir sehr gut gefallen haben. Aber auch dort sind es nur ein bis zwei Sätze. Die ausführliche Variante gibt es dann online. Das soll ja dann auch evtl. anderen Leuten, die den Cache vielleicht angehen wollen, Lust darauf machen den Cache zu suchen. Die Einträge im physikalischen Logbuch helfen dabei ja nicht.

    MfG
    Oliver/DasATeam

    Antworten

Copyright © All Rights Reserved · Green Hope Theme by Sivan & schiy · Proudly powered by WordPress