Trampelpfad ist kein Wanderweg

Der ganze Vorfall ist zwar schon etwas länger her, ändert aber nichts an den Tatsachen.
Im Oktober einfach mal über die Karte von geocaching.com geschaut, ob es nicht einen Multi für einen spontanen Aufbruch gibt. Da aber auch der Kinderwagen samt Junior mitsollte, viel die Wahl auf Smartphone Cache (GC4CNRH). Ein Multi mit 3km Länge in einem Naturschutzgebiet. Da sollte es ja kein Problem sein, den Kinderwagen mitzunehmen.

Auf dem Weg zum Multi, noch juste den Schwager und den Neffen eingeladen. Am Parkplatz war die Freude groß, über eine kleine Runde mit neuer Technik. Zumindest versprachen Cache-Titel und Anforderungen dieses.

Leider sind wir nicht weiter als Station 1 gekommen. Wir haben krampfhaft versucht, die Koordinaten zu erreichen, ohne die offiziellen Wege des Naturschutzgebietes verlassen zu müssen. Dies war leider nicht möglich. Wir entdeckten zwar einen Trampelpfad, dieser war aber nicht mit einem Kinderwagen passierbar. Also den Rest der Meute zurückgelassen, um die Station 1 aufzuspüren und um zu schauen, wie es weitergeht. Aber leider konnte die Station 1 nicht gefunden werden. Auch der Hinweis (Hint) brachte keinen Aufschluss. „Moosbeule“ ist kein Hinweis, wenn das Zielgebiet nur aus Moosbeulen besteht.
Nun gut. Die Entscheidung stand fest, hier brechen wir die Reise ab.

Zu Hause dann nochmal die Lage gecheckt. Tatsächlich zeigen die Koordinaten abseits der offiziellen Wege. Von wem auch immer diese Trampelpfade angelegt wurden, ist es in einem Naturschutzgebiet schlichtweg verboten, die offiziellen Wege zu verlassen.
Aufgrund dieser Tatsache habe ich mich entschlossen, einen NM-Log zu verfassen und auf diesen Missstand hinzuweisen.
Daraufhin passierte seitens des Owners leider nix. Komischerweise vermerkten nun auch nachfolgende Cacher in ihren Online-Logs, dass die Wege wohl nicht ganz so offiziell sind. Warum erst jetzt?

Nun gut, ich wartete einen Monat und nachdem immer noch keine Reaktion des Owners zu verzeichnen war, habe ich mich entschlossen, einen NA-Log zu verfassen.
Es dauerte auch nicht lange, dass ein Reviewer diesen Cache archivierte. Damit hatte ich zwar nicht so ganz gerechnet, sondern eher mit einer Deaktivierung, aber nun gut, dann scheinen meine Beanstandungen wohl nicht ganz grundlos gewesen sein.

Mit einer Mail/Nachricht seitens des Owners hatte ich ja gerechnet, die dann auch prompt am Tag nach dem Archived-Log folgte. Die Drei Sätze gelesen und abgehakt.

Ich dachte, dass es das nun wäre, aber da habe ich mich getäuscht. Weitere zwei Tage später folgte keine Nachricht sondern ein Write Note, die es in sich hat. Du kannst dort keinen Text lesen? Richtig, der Owner hat die Note nach dieser Note gelöscht.
Ich könnte den Inhalt ja jetzt hier veröffentlichen, aber das möchte ich dem Owner ersparen. Inhaltlich möchte ich aber folgendes wiedergeben. Er kotzte sich darüber aus, dass er diesen Cache über Wochen geplant hat. Nunja, Guidelines hat er wohl nicht gelesen. Darüber hinaus meint er, dass seine Wegführung Oki sei, er hätte da schon ganz andere Sachen gemacht. Schön, aber noch weniger Verstädnis meinerseits.
Dann ging es von Verleumdung, Beleidigung, bis hin zur Androhung von Gewalt.
Nach einer kurzen Rückfrage bei einem Reviewer, was man mit so einem Owner bzw. so einer Note machen sollte, habe ich mich entschlossen, diese Note nicht an Groundspeak zu melden. Er wäre aber sicher für einen Zeitraum gesperrt worden.

Die weiteren Log-Einträge des Owners bei dem archivierten Cache zeigen dann doch, wie gut der Owner lesen kann. Es hat dann halt etwas länger gedauert, bis angekommen ist, dass er mit dem Reviewer per Mail Kontakt aufnehmen soll.

Die neue Wegführung des neuen/alten Caches habe ich mir allerdings noch nicht angesehen. Aber ich denke, über kurz oder lang, werde ich da auch nochmal vorbeischauen. Und das Ganze ohne irgendwelche Vorurteile bzw. schlechte Hintergedanken.

Mein Fazit
Solche Mails/Notes schrecken mich nicht ab. Wenn etwas nicht ganz passend ist, logge ich weiterhin Needs Maintenance und Needs Archived.

Ebenso schade finde ich, dass andere Cacher nicht den Mumm haben, bei Missständen daruaf aufmerksam zu machen.

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  1. Auch wenn der Beitrag schon eine Weile alt ist und ich erst jetzt zufällig darüber stolpere möchte ich doch noch was dazu schreiben. wenn ich mir ansehen, wieviele Cacher die Dose gemacht haben, bevor das NM- bzw. NA-Log kam, dann ist das echt erschreckend. Wohlwissend, dass sie gesetzeswidrig handeln nimmt jeder den Punkt mit und latscht weiter durch das NSG.
    Genau solche Dosen und so ein Verhalten sind es, die zu immer mehr Verboten und Einschränkungen seitens der Behörden führen. Da hat es nichts mit Blockwarttum, Besserwisserei oder Wichtigtuerei zu tun wenn man ein NA loggt. Durch die Archivierung solcher Dose ist der Community am besten geholfen.

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  2. Ich frage mich in der Tat, ob man dieses Denunziantentum in diesem Jahrhundert noch nötig haben muss. Oder wo muss man seine Defzite haben, um andere anschwärzen und das auch noch publik machen zu müssen?

    Wenn einem ein Cache so nicht gefällt, dann ignoriert man diesen und fertig – alles andere führt doch nur dazu, dass man sich auf Dauer das Hobby gegenseitig madig macht ..

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  3. DSM051 – yo-man | die schweigende Mehrheit
  4. Der Kommentar von Herrn Horrorheinz liegt (wahrscheinlich) ungefähr auf dem gleichen Niveau wie die gelöschte Note des Cacheowners. Wer seine Caches gleich von vornherein guidelinekonform auslegt, der braucht im übrigen Besserreviewer nicht zu fürchten. Mal ganz davon abgesehen, dass es der Umwelt und dem Ansehen von Geocaching nur förderlich ist. Von daher: Volle Zustimmung zu dem Blogschreiber.

    Viele Grüße
    Gerald

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  5. Da muss ich meinem Vorkommentator aber deutlich widersprechen.
    Ich finde es gut, wenn es noch Geocacher mit Courage gibt, die zum einen dafür sorgen, dass ein NSG nicht durchpflügt wird, und gleichzeitig auch damit dafür sorgen dass der Ruf des Hobbys sich nicht weiter verschlechtert.
    Also, von mir gibt es für den Mut Applaus, weiter so!
    …zwischen „Blockwarttum“ (Achtung, NS-Vergleich) und dem schlichten Einhalten der Guidelines gibt es doch noch einen Unterschied!

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  6. Oh Gott! Das Blockwarttum quillt hier aus jedem Satz. Die Owner, die solche Kontrollfreaks, Wichtigtuer und Besserreviewer nicht an ihren Caches erleiden müssen, sind zu beglückwünschen.

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